Digital-Detox! Warum werden wir immer unzufriedener?

Meine Tipps um richtig mit den Social Medias umzugehen und sich nicht darin (unbewusst) zu verlieren:

(Lies bis ganz unten dafür)

Kennst du das: Du willst schnell jemandem per Whatsapp antworten, jemanden anrufen oder was nachschauen und- klickst automatisch auf die “Instagram” App (oder Tiktok und co.), legst dein Handy beiseite nach 30 Minuten und plötzlich fällt dir ein: Ich habe total vergessen das zu machen, was ich eigentlich wollte (oder du hast schon vergessen was du eigentlich Wichtiges tun wolltest am Handy.

Oder du wartest irgendwo und hast dein Handy nicht dabei, du wirst nervös, suchst hektisch danach als wäre es dein Kind, wirst gereizt und drehst innerlich total durch.

Oder du sitzt da, legst dein Handy weg nachdem du 30 Minuten gedankenlos durchgescrollt hast, nimmst dein Handy nach einer Minute wieder in die Hand und das Spiel geht von vorne los. Womöglich siehst du nebenher noch Fern…

Keine Sorge, du bist nicht alleine. Oh, bei Weitem nicht! Es geht vielen von uns so und wir werden dadurch immer unbewusster, unzufriedener und depressiver! DIE GUTE NACHRICHT: Du kannst das sofort beenden! Dieser Blogpost ist vielleicht dein Weg zu mehr Glück, Zufriedenheit und Bewusstsein!

Hey, Ich sitze hier vor meinem PC, im Schneidersitz mit dicken Wollsocken auf der Couch. Ein leichtes, warmes Licht neben mir und ganz viel Zufriedenheit und Leichtigkeit. Alle Kinder sind gerade in den Schlaf begleitet und ich habe einen Moment um dir meine Worte abzutippen. 

Vor einer Woche habe ich mich entschieden, mich von Instagram abzumelden. Ich spürte dieses Bedürfnis schon sehr lange, meistens im Winter jedes Jahr. Ich brauchte eine Pause von den Socials, von so viel Reizüberflutung und Ablenkung. Erlaubt habe ich mir das aber bisher selten. Mein Verstand schaltet sich dann immer gerne ein mit den Worten: “Das kannst du nicht machen, Menschen werden dir entfolgen wenn du nicht immer da bist, Instagram wird deine Reichweite extrem einschränken und niemand wird dich mehr sehen, alles war umsonst bis jetzt”….

Mein Verstand, mein Unterbewusstsein sendet mir sofort diese Sätze in den Kopf und viel zu oft habe ich in den letzten 10 Jahren darauf gehört.

10 Jahre präsent in den Social Medias, so vieles hat sich verändert in dieser Zeit. Es fühlte sich die ersten Jahre extrem gut an, da gab es noch keine schnellen Videos, Reels, Storys die nach 24 Std. verschwinden,…

Es gab maximal einen Beitrag am Tag den man postete mit Gedanken, Wohlfühlrezept und Tipps dazu. Handy weg und das wars. Im Nachhinein vermisse ich das sehr! Das kann man auch heute noch so machen, aber das wird dann von Instagram schnell mal “bestraft”.

Auch als nicht “Influencer” ist das so, es wird so viel Schnelles geboten. So viele lustige, oberflächliche Videos, so viele schnelle Rezeptvideos, so viel uninteressanter Inhalt, so viel Oberflächliches UND so viele Lügen…Ich habe mich in den letzten Wochen zunehmen erwischt, wie ich total gedankenlos durchgescrollt habe, Videos weitergesendet habe, immer weiter Inhalte konsumiert nur um nicht “gelangweilt” zu sein, in jeder freien Sekunde wenn nichts zu tun war, hing isch schon wieder in der App. Das war mein Warnsignal. Am Ende des Tages habe ich wertvolle STUNDEN daran verloren, für NICHTS. Bzw. etwas hat das alles mir schon gegeben: Ablenkung vom Leben, unbewusster Vergleich mit der Scheinwelt anderer Menschen, und ich habe mich von Tag zu Tag unzufriedener gefühlt, total überreizt und schlecht gelaunt. Kennst du Kinder die nach dem Fernsehen, nach den absolut sinnlosen Youtube-Videos oder Videospielen DURCHDREHEN. Sie sind reizüberflutet, total überfordert und können in keinster Weise mit solchen Inhalten und dieser Schnelligkeit umgehen! Uns geht es übrigens genauso, nur das meistens kein Erwachsener dann sauer mit uns wird und sagt wir sollen uns sofort beruhigen und uns droht wenn nicht…(p.s. das ist übrigens NICHT die Schuld der Kinder, sondern der Erwachsenen- die sie vor (echt unvorteilhaften, nicht kindgerechten) Tatsachen setzt.

In dieser Instagram-Auszeit die ich gerade genoss oder noch genieße, passierte aber was. Ich bemerkte schnell wieder wie ein Alltag ohne diesen oberflächlichen und unbewussten Konsum aussieht. Echt, schön, lebendig! Meine Entscheidung ist gefallen: Ich kann doch nicht von Zufriedenheit schreiben, vom Glücklichsein und Bewusstsein-wenn ich selbst immer mal wieder in diese Falle tappe. Ich möchte nicht Teil davon sein, dass Menschen unkontrolliert ihr Leben verpassen, indem sie dem (Schein-)Leben fremder Menschen nachtrauern.

Ganz von Instagram verabschieden möchte ich mich aber nicht, es hat auch schöne Seiten. Der Kontakt mit euch Followern, die ganzen Coachings die ich geben darf, der Austausch im Chat, die Verbindungen die entstehen, mein Wissen, meine Gedanken und meine Tipps für ein wahrhaftig, gesundes und glückliches Leben, die ich an so viele Menschen täglich weitergeben darf… ABER Ich möchte meinen Social-media-Auftritt in Zukunft neu gestalten.

Nichts ist gut oder schlecht. Es geht nur um die Frage: Benutzt du es- oder benutzt es DICH?

Ich poste weiter nach Gefühl, aber keine schnellen Inhalte mehr. Ich möchte dadurch vor allem diesen Blog wieder neu aufleben lassen, ich wünsche mir, dass die Menschen am Ende des Tages mit einer Tasse Tee dasitzen, entspannt sind, auf den Link klicken und hier in absoluter Ruhe meine Inhalte lesen. Keine Ablenkungen, kein Weiterscrollen. Ich gebe mein Wissen weiter für Körper, Geist und Seele- weil ich mir wünsche in einer so schnellen Welt, ein Ruhepol zu sein- eine Erdungsstation. Sonst wird das nichts mit der tiefen Zufriedenheit von uns allen- das kannst du mir glauben.

Ich freue mich wenn du hier bleibst, immer wieder in diesem Raum findest und deine Leichtigkeit zurückgewinnst.

“Wenn du diesen Text bis hierher gelesen hast, hast du gerade bewiesen, dass du dich konzentrieren kannst. Du hast dir Zeit für dich genommen. Spür mal kurz in dich hinein: Wie fühlt sich das an im Vergleich zum schnellen Scrollen?”

Hier noch meine besten Tipps im Umgang mit den Social Medias- sie sind GOLD wert- vertrau mir!

1. Die „Heimat-Regel“ für das Smartphone

Wir nehmen unser Handy oft mit in unsere intimsten Räume (Bett, Esstisch, Badezimmer).

  • Der Tipp: Bestimme Orte in deiner Wohnung, die „Handy-freie Zonen“ sind. Das Handy hat seine „Heimat“ auf einer Kommode im Flur oder in einer schönen Schale.

  • Der Effekt: Du nutzt es nur noch bewusst und gehst aktiv zu ihm hin, anstatt es wie einen Parasiten ständig bei dir zu tragen. Das schafft sofort Raum für mentales Durchatmen.

2. Der „Intention-Check“ vor dem Entsperren

Bevor dein Daumen das Handy entsperrt, halte für drei Sekunden inne.

  • Der Tipp: Stelle dir die Frage: „Suche ich gerade eine Information oder vermeide ich gerade ein Gefühl (Langeweile, Stress, Einsamkeit)?“

  • Der Effekt: Du holst den unbewussten Vorgang ins Bewusstsein. Oft merkst du: „Eigentlich brauche ich gerade gar kein Instagram, sondern ein Glas Wasser oder einmal tief Ausatmen.“

    3. „Radikales Ausmisten“ für das Nervensystem

    Dein Feed ist deine mentale Nahrung. Wenn du Inhalten folgst, die Neid, Druck oder ein Gefühl von „nicht genug sein“ auslösen, vergiftet das deinen Tag.

    • Der Tipp: Gehe deine Abo-Liste durch. Behalte nur Accounts, die dich inspirieren, erden oder dir echtes Wissen schenken.

    • Der Effekt: Dein Scrollen wird von einer Stressquelle zu einer bewussten Inspiration. Du entscheidest, wer in deinem Kopf „mitreden“ darf.

    4. Das Ende der „Häppchen-Kultur“

    Wir konsumieren oft 50 Reels in 10 Minuten – das Gehirn kann das nicht verarbeiten.

    • Der Tipp: Ersetze das „Snacken“ von kurzen Reizen durch das „Genießen“ von Deep Content. Nimm dir vor: „Ich schaue heute keine Reels, sondern lese einen ausführlichen Artikel (auf dem Blog) oder höre einen Podcast.“

    • Der Effekt: Dein Fokus kehrt zurück. Du trainierst deine Konzentrationsfähigkeit und fühlst dich nach dem Konsum gesättigt statt leer.

    5. „Graustufen“ gegen die Sucht

    Social Media Apps sind psychologisch darauf optimiert, uns mit bunten Farben zu triggern.

    • Der Tipp: Stelle dein Handy in den Einstellungen auf „Graustufen“ um.

    • Der Effekt: Die bunten Bildchen verlieren sofort ihre magische Anziehungskraft. Instagram sieht plötzlich langweilig aus – und das echte Leben (dein Tee, die Natur, dein Zuhause) wirkt im Vergleich viel lebendiger und attraktiver.

Mein Tipp des Tages für dich: Genieße diese 5-Minuten Ruhepause so oft du kannst!

Das könnte dir auch gefallen
Allgemein, Infos

Weitere Beiträge